Häufige Fragen

Lungenkrebs soll durch Rauchen verursacht werden – stimmt das?
Ja: 90 % der Lungenkrebsfälle sind nachweislich durch Rauchen verursacht. Wer etwa 20 Jahre täglich 20 Zigaretten raucht, steigert sein Lungenkrebs-Risiko auf das 20-fache gegenüber dem Nichtraucher.

Wie häufig ist Lungenkrebs?
Lungenkrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes. In Deutschland erkranken jährlich fast 40.000 Menschen an Lungenkrebs. Männer erkranken weit häufiger, allerdings nimmt als Folge des Rauchens der Lungenkrebs auch bei Frauen von Jahr zu Jahr zu.

Wenn Lungenkrebs festgestellt wird – kann man dann überhaupt noch helfen? Lohnt sich denn die Früherkennung überhaupt?
Die Früherkennung des Lungenkrebses ist der Schlüssel zu einer besseren Heilungschance! Nur ein noch kleiner Tumor kann durch Operation in der Regel heilend beseitigt werden. Kleine Tumoren verursachen in der Lunge, die keinerlei Nerven zur Auslösung frühzeitiger Symptome hat, allerdings keine hinweisenden Erscheinungen. Deswegen ist ein frühzeitiges Erkennen durch eine rechtzeitige und regelmäßige Röntgenkontrolle z. B. bei Personen über 40 Jahren (besonderes Raucher!) für die Aussicht auf eine Heilung besonders wichtig.

Kann Lungenkrebs überhaupt geheilt werden?
Die Heilung des Lungenkrebses hängt sehr stark von der besonderen Art des einzelnen Krebses ab. Außerdem kommt es darauf an, wie groß der Tumor schon gewachsen ist und ob er schon Metastasen an anderen Stellen des Körpers ausgestreut hat.

Welche Arten von Lungenkrebs gibt es?
Grob gesagt ist zu unterscheiden zwischen
– dem kleinzelligen Bronchialkarzinom – dieser besonders bösartige Lungenkrebs setzt rasch und frühzeitig Tochtergeschwülste (sogen. Metastasen) an anderen Stellen des Körpers.
– nicht-kleinzelligen Lungenkrebse (sie werden weiter unterschieden in großzellige, mittelgroßzellige, Plattenepithel- und Adenokarzinome). Sie sind bei ihrer Aufdeckung häufiger in einem noch gut behandelbaren Ausbreitungsstadium. Die Chancen der Behandlung und evtl. der Heilung sind besser.
Wie wird Lungenkrebs behandelt?
Operation: Wenn der Lungenkrebs noch klein ist, und nicht zum kleinzelligen Typ gehört, wird eine Operation als Heilungsmöglichkeit besonders gewählt. Voraussetzung ist, dass die Herz-Kreislauf-Verhältnisse, die Atmung des Patienten usw. eine eingreifende Operation am Brustkorb erlauben. Bestrahlung: Die Bestrahlung mit beschleunigten Elektronen oder mit Röntgenstrahlen wird zur Behandlung des Lungenkrebses oft allein oder in Ergänzung der Operation oder der Chemotherapie (siehe unten) eingesetzt. Sie ist heutzutage so perfektioniert, dass kaum Nebenwirkungen auftreten.
Chemotherapie: Die Infusionsbehandlung mit Zellgiften, die besonders die Krebszellen angreifen, gehört zur Behandlung des Lungenkrebses. Besonders gut reagiert der kleinzellige Lungenkrebs auf diese Behandlung. Allerdings müssen manchmal Nebenwirkungen wie Übelkeit und vermehrte Infektanfälligkeit in Kauf genommen werden. Manche der eingesetzten Medikamente verursachen einen Haarausfall (rechtzeitig vorher muss deswegen eine kosmetisch zufriedenstellende Perücke beschafft werden). Viele Patienten berichten unter der Chemotherapie, eigentlich kaum Nebenwirkungen zu verspüren.

Kann Lungenkrebs nicht durch Naturheilverfahren geheilt werden?
Naturheilverfahren wie besondere Diäten, Akkupunktur usw. haben ihre Wirksamkeit niemals belegen können. Über die Wirkung der sogenannten Mistel-Behandlung sind die Bücher allerdings noch nicht vollständig geschlossen. Ständig werden neue Verfahren erprobt, die eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit eröffnen könnten. Die Ergebnisse sind in der Fachwelt allerdings durchweg enttäuschend.